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| ?Ehrenamtliche Arbeit setzt Vertrauen in die Ehrenamtlichen und ihre Tätigkeit voraus.? |
| Foto: Privat |
allenthalben wird in den Pfarreien und Pfarrverbänden der Diözese Speyer die "Gemeindepastoral 2015" diskutiert. Fragen etwa
nach dem Zuschnitt der künftigen Pfarreien bestimmen die Diskussion. Nun nennt die "Gemeindepastoral 2015" die Caritas ausdrücklich
als eine der "kirchlichen Grundvollzüge" und fordert Engagement insbesondere dort, "wo niemand anderes tätig ist", - wo, so
darf ergänzt werden, mangels finanzieller Anreize auch niemand anderes tätig sein kann als diejenigen, die bisher in den Gemeinden
ehrenamtlich karitativ tätig sind. Doch ehrenamtliche Arbeit setzt voraus, dass Vertrauen in die Ehrenamtlichen und ihre Tätigkeit
besteht &ndash Vertrauen, das in den bisherigen Gemeinden durch die Person des Pfarrers als unmittelbarem Ansprechpartner
für beide Seiten in aller Regel gegeben war.
In künftigen Großpfarreien mit 10000 bis 15000 Katholiken aber geht schnell der für diese Aufgabe so wichtige Kontakt verloren;
und fehlt Vertrauen, werden &bdquoEhrenamtliche von eigenen Gnaden&ldquo vor Ort in den Gemeinden allenfalls wenig Anerkennung
finden. Ob unter diesen Bedingungen die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement nicht noch mehr abnimmt, bleibt abzuwarten.
Eine Förderung ehrenamtlichen Engagements jedenfalls ist in der &bdquoGemeindepastoral 2015&ldquo nicht zu erkennen. Zwar
setzt das Konzept mit der sogenannten &bdquopastoralen Ansprechperson&ldquo auf die Mitarbeit von Ehrenamtlichen in den Gemeinden,
aber ob in dieser "pastoralen Ansprechperson" mehr als nur die bisherige Pfarrsekretärin gesehen wird, bleibt abzuwarten.
Schließlich ist es einerlei, ob eine derartige Ansprechperson ehren- oder hauptamtlich tätig ist, solange sie nur den Kontakt
zum Pfarrer herstellt.
Rudolf Weis,
Sprecher des Leitungsteams Forum Caritas-Ehrenamt
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