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| "Auch Ermutigung und Dank sollten öffentlich mit einem Gottesdienst gefeiert werden." |
| Foto: Privat |
Dass ein Sonntag für eine solches Treffen gewählt wurde, war schon außergewöhnlich. Denn auch Ehrenamtliche hätten eigentlich
an diesem Tag arbeitsfrei gehabt &ndash zumal sie bei der alljährlich stattfindenden Veranstaltung nicht nur für Ehrungen
gefragt sind, sondern vor allem sich und ihre Arbeit vorstellen.
Was an der Einladung ebenfalls auffiel: Der Landesehrenamtstag präsentierte sich in Oppenheim rund um die Katharinenkirche.
Doch im Programm war ein Aufenthalt in der Kirche, etwa in Form eines Gottesdienstes, nicht vorgesehen. War das "nur" Gedankenlosigkeit,
oder nahmen die Organisatoren in der Staatskanzlei nicht mehr wahr, woher viele Ehrenamtlichen die Motivation und die Kraft
für ihr Engagement nehmen?
Gottesdienste bei Unglücken und Katastrophen, als Tröstung und zur Verarbeitung schwieriger Situationen werden immer häufiger
bei den Kirchen eingefordert. Das ist richtig und wichtig. Aber sollten nicht auch Ermutigung und Dank öffentlich mit einem
Gottesdienst gefeiert werden? Und sollten Menschen, die sich engagieren, nicht auch Gelegenheit haben, dies gemeinsam zu tun?
Das gilt vor allem für eine Veranstaltung der Art und Größenordnung des Landesehrenamtstages, der auf einen Sonntag terminiert
wurde. Das wäre eigentlich doch Ehrensache!
Christiane Arendt-Stein Referentin für Gemeindecaritas im Caritas-Zentrum Neustadt
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