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| Dr. Hans-Jürgen Marcus |
17 Kinder drängen sich auf vier Quadratmetern zusammen, eingezwängt in eine Absperrung auf Kreppband. Es erinnert an Käfighaltung
- und soll es auch. Die quirligen 4 bis 6-jährigen protestieren gegen unzureichende Rahmenbedingungen für Kindertagesstätten
im Land Niedersachsen. 5.000 Kinder, Erzieherinnen und Eltern gingen im Juni allein in Hannover auf die Straße. Sie trommelten für bessere Rahmenbedingungen.
Sie riefen "Wir sind mehr wert" für eine bessere Finanzausstattung. Die Kampagne "Kinder sind mehr wert" läuft landesweit, und die Caritas in Niedersachsen beteiligt sich als einer der sechs
Wohlfahrtsverbände mit hohem Engagement. Dafür danke ich allen Akteuren. Inzwischen hat sich der Kultusausschuss des niedersächsischen Landtages vor Ort ein Bild über die Situation in Kindertagesstätten
verschafft. Landtagsabgeordnete aller Fraktionen nutzten die Busrundfahrt zu zwei Kindertageseinrichtungen zu Information
und Austausch. Sie erlebten Programme wie "Early Excellence Centre", moderne Beurteilungen des Entwicklungsstandes der Kleinen oder deren
ungewöhnliche Themenwünsche. "Wir leisten mehr denn je zuvor, und es ist auch nicht unsere Art zu jammern, aber irgendwann
geht's nicht mehr", sagten die Erzieherinnen vor Ort. Kinder SIND mehr wert. Setzen Sie in Gedanken mal den Namen Ihres Kindes oder eines Enkelkindes in das Kampagnenmotto ein.
Das Land Hessen hat zum 1. September 2009 die Gruppengrößen verringert und den Personalschlüssel verbessert. Ich hoffe, dass
Niedersachsen nachzieht. Ja, sagten die Landtagsabgeordneten am Ende der Busreise vereinzelt, wir müssen etwas tun. Die Kampagne geht noch bis Ende
November.
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