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| "Es geht darum, positive Gefühle zu fördern, die Menschen stark machen." |
Sucht ist das Thema dieser neuen Ausgabe der Sozialcourage &ndash ein Thema, das uns alle angeht. Sucht ist nicht etwa ein
Problem, das nur Randgruppen und Minderheiten berührt, sondern ein in allen sozialen Schichten verbreitetes Krankheitsbild.
Suchtkrankheit löst großes persönliches Leid aus, beim Betroffenen wie seiner Familie, seinen Kollegen und Freunden.
In Deutschland leben etwa 1,6 Millionen alkoholabhängige Menschen, etwa 1,4 Millionen Medikamentabhängige und 290.000 Drogenabhängige.
Dazu kommen die &bdquostilleren&ldquo, weniger auffallenden Süchte: zwanghaftes Essen oder umgekehrt die krankhafte Verweigerung
von Nahrung zum Beispiel, oder Sammeln, Kaufen, Putzen, Arbeiten und natürlich das Rauchen - alles kann zur Sucht werden,
wenn unser Denken schlussendlich ständig nur noch um die eine Sache kreist.
Nicht jeder hat das Glück, in seiner Biografie und in seinem Glauben an sich und Gott so gefestigt zu sein, dass er gegen
solche und andere Abhängigkeiten gefeit ist. Noch mehr Kraft erfordert es, sich &ndash einmal in eine Suchtkrankheit hineingeraten
&ndash wieder aus dieser zu befreien. &bdquoSucht&ldquo und &bdquosiechen&ldquo haben in unserer Sprache die gleichen Wurzeln.
Doch nur indem wir uns das schmerzlich Vermisste eingestehen, können wir letztlich das finden, was wir tatsächlich suchen
- und nicht den Ersatzstoff.
Es geht darum, positive Gefühle zu fördern, die Menschen stark machen. Gefühle wie sie junge Menschen beispielweise im Caritas-Präventionsprojekt
&bdquoStark ohne Gewalt&ldquo erleben können, wenn sie selbst zum starken Darsteller ihrer Begabungen und Talente werden.
Es geht darum, von Sucht betroffenen Menschen ein tragfähiges soziales Umfeld zu eröffnen - etwa in den Selbsthilfegruppen
des Kreuzbundes, in denen Gespräche und sinnvolle alkoholfreie Freizeitgestaltung helfen, ein zufriedenes, abstinentes Leben
zu führen. Von beiden Projekten berichten wir in diesem Heft.
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