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Auf eine gute Resonanz gestoßen ist die Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen "Woche für das Leben", zu dem das Katholische
Bildungswerk in Zusammenarbeit mit der Caritas ins Johanneshaus Garrel eingeladen hatte. "Gesund oder Krank - gemeinsam mit
Grenzen leben" lautete das Thema, über das die schwerstmehrfach-behinderte Marion Tapken aus Garrel referierte. Sie wurde
vor einem Jahr nach erfolgreicher Teilnahme an einem fünf Jahre dauernden Ausbildungsprojekt zur "autorisierten ISAAC-Co-Referentin"
ernannt. Marion Tapken berichtete als Nicht-Mundsprechende über ihr Leben. Ihre Kommuikationshilfe ist ein Power-Talker, den sie über
eine Taste mit dem Knie bedient. Als Hilfsmittel dient darüber hinaus eine Buchstabentafel, die sie mit Hilfe von Partner-Scanning
einsetzt. "Ich wohne bei meinen Eltern in Garrel", beginnt Marion Tapken ihren Vortrag. Morgens um 7 Uhr wird sie vom Rollstuhltaxi
abgeholt und zur Caritas-Werkstatt nach Altenoythe gebracht. "Hier schreibe ich auf dem Computer Texte", so Marion Tapken.
Besonders schätzt sie es, wenn sie zum Weihnachtsfest ein Gedicht schreiben darf, das dann an alle Beschäftigten verteilt
wird. Gegen 15 Uhr ist sie wieder in Garrel. Dann wird die Freizeit mit Schwimmen, Basteln, Reiten und anderem gestaltet.
Gerne beschäftigt sie sich mit ihren Fotos. Gerne ist sie auch bei Feiern in der Nachbarschaft dabei. "Ich bin ständig auf Begleitung angewiesen", führt sie aus. Wichtig
sei es, dass die Menschen mit ihr Geduld hätten, denn es dauere eben lange, bis sie sich verständigen könne. Am Samstagabend haben ihre Mutter Paula und sie einen Stammplatz in der St. Peter und Paul Kirche in Garrel (Landkreis Cloppenburg).
Auch bei den großen Fußballspielen, die auf dem Kirchplatz übertragen werden, ist sie gerne dabei. "Ich habe einige Freunde,
würde mich aber über weitere Freunde sehr freuen". An der anschließenden Diskussion nehmen neben Marion und Paula Tapken noch
Heiner Bahlmann (Interessengemeinschaft Behinderter in Garrel), Ralf Sinnigen (Caritasverein Altenoythe), Regina Bunger (Caritas-Sozialwerk
Friesoythe) und Nicole Nordlohne (Landes-Caritasverband für Oldenburg) teil.
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