Sozialcourage - Das Magazin für soziales Handeln - Berichte aus der Diözese Münster

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Frauenhäuser

Frauenhäuser protestieren

Mit einer Demonstration vor dem nordrhein-westfälischen Landtag haben die Frauenhäuser ihre Forderung nach einer rechtlichen Absicherung bekräftigt. Rund 10.000 Frauen und Kinder suchen jährlich Schutz in den 62 Einrichtungen im Land NRW. Trotzdem steht ihre Existenz auch nach 33 Jahren weiterhin auf wackligen Füßen. Nach wie vor ist die Finanzierung eine "freiwillige Leistung" von Land und Kommunen und hängt von der "Kassenlage" und dem politischen Willen ab. Rund 500 Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser forderten lautstark eine sichere Finanzierung. Gut vertreten waren die katholischen Frauenhäuser im Land. 14 von 15 schlossen sich dem Protest an.
Wie beliebig die Bewilligung von Mitteln ist, haben die Frauenhäuser bei der großen Kürzungsrunde im Etat 2006 schmerzlich erleben müssen. Allen Protesten zum Trotz wurden die Gelder um 30 Prozent gekürzt. Dies führte dazu, dass in jedem Frauenhaus eine Stelle gestrichen wurde. Gleichzeitig werde aber von den Frauenhäusern immer mehr verlangt, so Barbara Kick-Förster, die die katholischen Frauenhäuser auf Landesebene vertritt. Sie sollten das Gewaltschutzgesetz umsetzen, sich an Runden Tischen mit Polizei, Justiz und Jugendhilfe beteiligen und die Frauen darin begleiten, ihre Ansprüche auf Sozialleistungen durchzusetzen.