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"Ja, ich kann bereits kochen", betont ein Teilnehmer beim Kochkurs des Café fArbe in Miltenberg, "aber mir war vorher nicht
klar, wie viel Spaß es macht, das gemeinsam zu tun." Dieser Nebeneffekt ist von Kursleiterin Elisabeth Cramer gewollt. Sie
war es, die vor zwei Jahren auf die Idee kam, unter dem Titel "Der pfiffige Kochtopf" für den Miltenberger Erwerbslosentreffpunkt
Café fArbe ein ganz besonderes Kursangebot zu starten. Dabei geht es ihr darum, dass gesundes und preiswertes Kochen erlernt
werden kann und dieses preiswerte Essen kostengünstiger und wohlschmeckender ist als Fast-Food-Nahrung. "Der pfiffige Kochtopf" wendet sich an Personen, die über wenig Geld verfügen, an Rentner, die nach dem Tod der Ehefrau selbst
kochen müssen, und an alle, die nie Kochen gelernt haben. Der Landkreis ermöglichte die Nutzung der Lehrküche der Berufsschule.
Elisabeth Cramer, eine rüstige Rentnerin, gibt dort ihren reichhaltigen Erfahrungsschatz weiter. Die Essenszubereitung und
das eigentliche Essen macht in Gemeinschaft mehr Spaß als alleine. Dies wird u.a. sichtbar beim Ritual vor dem gemeinsamen
Mahl: Die Teilnehmenden stehen im Kreis um den Tisch, fassen sich bei den Händen, schauen sich reihum an, sagen laut "Danke"
und "Fröhlich sei nun unser Essen - Guten Appetit!" Auch Hans Remsberger, Leiter des Café fArbe, zeigt sich begeistert. Während
er die Rezepte für das nächste Treffen ausdruckt, betont er: "Wenn es irgendwie möglich ist, nehme ich am Kochkurs teil. Es
ist einfach eine angenehme und freundliche Atmosphäre!" Bezahlt werden die Kochzutaten meist durch Spenden. Die Kochlehrerin arbeitet ehrenamtlich, die Nutzung der Schulküche kostet
nichts. Von den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern erhebt das Café fArbe nur einen symbolischen Euro. Elisabeth Cramer sucht
nach einer jüngeren Frau, die den Kurs später weiterführen kann. Bis dahin ist sie eine aktive Frau im "Un-Ruhestand". Martin Pechtold
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