Sozialcourage - Interview mit Schwester Libania

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Interview mit Schwester Libania anlässlich 150 Jahre Mallersdorfer Schwestern in Greding
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"Hoffe, wir bleiben noch einige Jahre"

 150 Jahre Mallersdorfer Schwestern in Greding: Die dortige Ordensoberin Schwester M. Libania Wagner erfüllt lange Zeit mit Freude.

Schwester M. Libania Wagner
Schwester M. Libania Wagner. Die 77-jährige Ordensfrau ist nach wie vor im Altenheim engagiert. Foto: Peter Esser

 
Warum sind Sie in die Gemeinschaft der &bdquoArmen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie&ldquo eingetreten?
Auf einer Reise nach Rom und Assisi 1950 habe ich mich mit dem Leben des heiligen Franziskus näher befasst. Mich begeisterten dessen Einfachheit, Armut und Offenheit gegenüber Mitmenschen sowie der Natur.

Was zeichnet Ihren Orden aus?
Wir sind ein ganz und gar caritativer Orden, der sich nach dem Vorbild unseres Gründers Paul Josef Nardini um sozial bedürftige Menschen kümmert: schon immer arme kranke und alte Menschen sowie Kinder. In München leisten Schwestern von uns aber zum Beispiel auch obdachlosen Menschen Hilfe. Unser Wahlspruch lautet: "Caritas Christi urget nos" (Die Liebe Christi drängt uns).

Was fällt Ihnen zum 150-jährigen Jubiläum Ihrer Gemeinschaft in Greding vor allem ein?
Ich freue mich, dass wir den franziskanischen Geist hier schon so lange durchtragen. Dieser ist nicht unbedingt in großen Aktionen, sondern durch den einfachen Dienst an hilfsbedürftigen Menschen zum Ausdruck gekommen.

Erfahren Sie, dass Ihnen als Ordensfrau besonderes Vertrauen entgegengebracht wird?
Durchaus. Eine Mitarbeiterin im Altenheim hat deshalb schon einmal etwas neidisch gesagt: "Jetzt setze ich mir auch einmal einen Schleier auf."

Wie sehen Sie die Zukunft Ihrer Gemeinschaft in Greding?
Wir sind alle Mitte bis Ende 70. Und Nachwuchs werden wir hier nicht mehr bekommen. Ich hoffe, wir bleiben noch einige Jahre hier.

INTERVIEW: PETER ESSER

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