Sozialcourage - Das Magazin für soziales Handeln - Das Licht der Hoffnung

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Das Licht der Hoffnung

Mwana wange bedeutet "mein Kind" oder auch Nichte oder Neffe; also jemand, der unsere Aufmerksamkeit und Hilfe braucht. Es sind Worte aus der Sprache der Baganda, dem größten Stamm Ugandas. Die Hinwendung zu eben diesen Schutzbefohlenen ist Programm und der Grundgedanke der "Einen" Welt das Fundament für die Arbeit von "Mwana wange- Verein zur Förderung von Schulkindern in Uganda e.V.". Mit den Partnern vor Ort in Uganda, der "Generous Maria Foundation Ltd." (GMF), arbeiten die Hallenser Vereinsmitglieder bereits seit 16 Jahren zusammen.
Der Verein selbst wurde im Jahr 2003 gegründet.

Frau Schmeja im Gespräch mit dem Vorsitzenden unserer Partnerorganisation; Father Alipio Kyambadde, bei der Unterzeichnung unserer Kooperationsvereinbarung.
Frau Schmeja im Gespräch mit dem Vorsitzenden unserer Partnerorganisation; Father Alipio Kyambadde, bei der Unterzeichnung unserer Kooperationsvereinbarung.
Foto: Mwana wange – Verein zur Förderung von Schulkindern in Uganda e.V.

Nach einem ersten Besuch der Vereinsvorsitzenden 1994 in Uganda begann die Suche nach Sponsoren für Kinder, deren Familien keine oder zu wenig Mittel hatten, um die Schule besuchen zu können. Vor allem fördert der Verein Aidswaisen und Kinder aus besonders armen Verhältnissen, wobei der Unterstützung von Mädchen besonderes Augenmerk gegeben wird. Die Vorauswahl der zu unterstützenden Schüler trifft der Vorstand der GMF. Mehrere Ordensschwestern der "Daughters of Mary" bilden neben einem Pfarrer, Father Alipio, und zwei ehrenamtlichen Frauen den Vereinsvorstand.

Die "Daughters of Mary" sind ein seit 100 Jahren bestehender einheimischer Konvent, mit dem &bdquoMwana wange&ldquo mittlerweile enge Beziehungen pflegt. Im zweijährigen Rhythmus findet ein Arbeitstreffen beider Vorstände statt, wobei das Mutterhaus des Ordens in Bwanda, unweit der Distrikthauptstadt Masaka im Süden Ugandas, stets mit viel herzlicher Gastfreundschaft den Hallenser Vorstand beherbergt. Die Hoffnungsträger für die Entwicklung des Landes sind die Frauen, so sagt auch Bischof Kaggwa von Masaka. Dem bemüht sich der Verein "Mwana wange" Rechnung zu tragen. Die zumeist sehr lerneifrigen Schülerinnen und Schüler besuchen unterschiedliche, von der katholischen Kirche getragene Schulen im Süden Ugandas. Der Schulbesuch, der eine weiterführende Ausbildung ermöglicht, dauert 13 Schuljahre. Das monatlich für ein Kind aufzubringende Schulgeld beläuft sich auf 15 bis 25 Euro, abhängig davon, ob eine Unterbringung im Internat notwendig ist und ob die Familie in der Lage ist, einen Eigenbeitrag zu leisten.

Da ist z.B. Justine, deren Schulbesuch gefördert wurde und die danach -auch mit Hilfe eines Sponsors aus Halle- die Ausbildung als Sozialarbeiterin in Kampala absolvieren konnte. Jetzt will sie die Arbeit des Vereins in Masaka unterstützen.

Der Verein "Mwana wange" kann dank aller Spender in diesem Jahr 75 jungen Menschen den Schulbesuch ermöglichen. Aber auch weiterführende Hilfen werden benötigt. So versucht der Verein schon seit längerer Zeit eine Institution oder einen mittelständischen Betrieb zu finden, der für ein oder zwei Jugendliche nach Abschluss der Schule eine Berufsausbildung fördert (ca. 1000 EUR im Jahr).

Gruppenbild mit - im Sinne des Vereinsnamens Mwana wange -
Gruppenbild mit - im Sinne des Vereinsnamens Mwana wange - "unseren Kindern", das während eines Kontaktbesuches entstanden ist. Die Besuche erfolgen regelmäßig, um sich über den Fortgang des Projektes zu informieren.
Foto: Mwana wange – Verein zur Förderung von Schulkindern in Uganda e.V.

Da es in Uganda aber unzählig viele Probleme gibt, hat "Mwana wange" die Vereinssatzung so erweitert, dass auch neue Projekte durchgeführt werden können. So konnten im Sommer 2009 durch die Weihnachtsspende von 2008 drei Dörfer mit großen Wassertanks versorgt werden. Sie ersparen den dort lebenden Familien, und auch hier vorrangig den Frauen und Mädchen, den oft kilometerlangen Weg zu den Wasserstellen.

Ein neues Vorhaben ist es, ein kleines Gesundheitszentrum in Katimba -fernab jeder Stadt- mit Solarzellen für die Stromversorgung auszustatten. Sie haben bislang keinen direkten Stromanschluss, sondern nur einen sehr störanfälligen, alten Generator.

Sollte sich jemand von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, an einer dieser Initiativen beteiligen wollen, so würden Sie damit Licht in den angeblich so dunklen Kontinent bringen; das Licht des Wissens für Heranwachsende und das Licht der geschwisterlichen Unterstützung für Menschen im fernen und heute doch so nahen Uganda.

Brigitte Schmeja

 

Kontakt:
Mwana wange-
Verein zur Förderung von Schulkindern in Uganda e. V.           
Steinweg 14
06110 Halle


Spendenkonto: 380 311 524  
BLZ: 800 537 62 Saalesparkasse Halle
Kennworte: "Schule" oder "Solarstrom"