Sozialcourage - Zwischen Angst und Zuversicht

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Speyer
Editorial
Spenden statt feste Verkaufspreise
Ehrenamtlichen mehr zutrauen
Zwischen Angst und Zuversicht
Gesprächsprozess „Gemeindepastoral 2015“
Allianz gegen Altersarmut
„Ich heiße Marius Wingerter und bin der neue Mann für Gemeindecaritas“
Ehrenamtliche Teamspieler statt Einzelkämpfer
Infos aus der Diözese Speyer

Zwischen Angst und Zuversicht

"Gemeindepastoral 2015" aus der Sicht von Ehrenamtlichen im Bereich der Caritas

Edeltraud Ferber aus Göllheim-St. Johannes Nepomuk; seit fünf Jahren ist sie für die ehrenamtliche Caritasarbeit in ihrer Heimatgemeinde Göllheim verantwortlich.
Edeltraud Ferber aus Göllheim-St. Johannes Nepomuk; seit fünf Jahren ist sie für die ehrenamtliche Caritasarbeit in ihrer Heimatgemeinde Göllheim verantwortlich.
Foto: Privat

Anita Heinz aus Ludwigshafen ist Mitbegründerin des Forum Caritas- Ehrenamt in der Diözese Speyer und war lange Jahre Sprecherin bzw. stellvertretende Sprecherin des Leitungsteams. Sie hat Ehrenamtliche im Bereich der Caritas zum Konzept "Gemeindepastoral 2015" befragt. Nachfolgend fasst sie die Ergebnisse zusammen. Zwei freiwillig Engagierte nehmen beispielhaft direkt zu dem Konzept Stellung.

Bei meiner Recherche unter Ehrenamtlichen in den Gemeinden wurde mir sehr oft gesagt, dass man bisher eher unklare Vorstellungen über die Veränderungen hat. Informationen sind noch sehr theoretisch, unklar oder gar nebulös. Die Angst, dass mit viel Energie aufgebaute Projekte verloren gehen können, etwa weil es schwer fällt, eingefahrene Gleise zu verlassen, ist keine Seltenheit. Deutlich ist aber auch zu spüren, dass man gerne seinen Beitrag leisten will, um ein lebenswertes und liebenswertes "Miteinander auf dem Weg sein" zu ermöglichen. Beispielhaft für viele Antworten die ich auf meine Anfrage erhalten habe, sind die beiden folgenden:

Annette Meindl aus Römerberg-Berghausen-St. Pankratius - verantwortlich für die Koordination der Besuchsdienste und Mitglied im Caritasausschuss des Pfarrgemeinderates.
Annette Meindl aus Römerberg-Berghausen-St. Pankratius - verantwortlich für die Koordination der Besuchsdienste und Mitglied im Caritasausschuss des Pfarrgemeinderates.
Foto: Privat


"Bis jetzt ist von Veränderung im Bezug auf Gemeindepastoral 2015 nichts zu spüren. Für die Arbeitskreise vor Ort sehe ich Chancen auf Verstärkung beziehungsweise Erweiterung. Sowohl der Besuchsdienst im Seniorenpflegeheim als auch der im Krankenhaus könnte durch die Zusammenarbeit mit den anderen Pfarreien profitieren. Wichtig ist, dass ein Dialog zwischen den bestehenden Besuchsdiensten erfolgt. So können Synergien entdeckt und genutzt werden. Ich wünsche mir, dass das Zusammenwachsen so gut gelingt wie beim Kirchenchor, der bereits seit vier Jahren aus Sängerinnen und Sängern aus den Gemeinden Göllheim und Ottersheim besteht. Gemeinsam ist mehr möglich als alleine."

"Positiv ist aus meiner Sicht, dass sich die Kirche den Tatsachen wie Mitgliederschwund und Arbeitsüberlastung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter stellt. Auf der anderen Seite habe ich diffuse Ängste: Anonymität in der Großpfarrei, Pfarrer lediglich als Manager und Sakramentenspender, Seelsorge mit persönlichen Gespräch kaum möglich usw. Meine Wünsche und Hoffnungen gründen in der Überzeugung, dass Caritasgruppen vor Ort noch mehr als bisher wichtiger Bestandteil einer Gemeinde sind. Die Helfer sind Kontaktpersonen zu den Seelsorgern. Durch Vernetzung der Gruppen innerhalb der Großpfarrei sowie mit Verbänden und der Kommune können zudem Kräfte und Ideen gebündelt werden."