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| Norbert Schmitz, Sozialreferent des Caritasverbands für Schleswig-Holstein e.V. |
Hier taucht Migration einmal in einem völlig anderen Zusammenhang auf. Bei uns werden Migrantinnen und Migranten viel zu oft
nur damit im Zusammenhang gesehen, dass hier Menschen leben, die sich integrieren müssen (also Defizite gegenüber der einheimischen
Bevölkerung haben), von denen viele in sozialen Brennpunkten leben und deren Kinder oft schlechte Schulabschlüsse erreichen.
Unter dem Titel &bdquoMiteinander leben&ldquo hat Caritas Perspektiven einer Migrations- und Integrationspolitik aufgezeigt.
Darin werden zum Beispiel Verpflichtungen über Grenzen hinweg beschrieben, die uns dazu ermahnen, auch die Ursachen und Auswirkungen
von Migration als weltweiter Bewegung zu sehen. Kaum jemand wandert ohne triftigen Grund in einen anderen Kulturkreis aus,
und er kommt dort mit einer Vielzahl von Ressourcen und Erfahrungen an.
In unserem heutigen Integrationsverständnis müssen die Chancen einer gelungenen Integration im Vordergrund stehen. Diese wird
mit Werten wie Bereicherung, Chancengleichheit, Partizipation, gegenseitiger Anerkennung belegt. Und: Integration ist ein
gesellschaftlicher Prozess, der alle Lebensbereiche betrifft.
Vor allen in den Kommunen wurde hier in den letzten Jahren ein Perspektivwechsel vollzogen, der Integration als Aufgabe von
Zugewanderten, Einheimischen und hiesigen Institutionen begreift. Die Solidarität mit Fremden und die Begegnung mit anderen
Kulturen sind Kernbestandteile der christlichen Identität. Wir sind hier als Kirche und Caritas aufgefordert, uns an den kommunalen
Integrationsprozessen aktiv zu beteiligen.
Norbert Schmitz
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