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Miteinander- Füreinander in Schleswig-Holstein
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Ehrenamtliche wollen Sozialsprechstunden in Gemeinden anbieten
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Wie kann man Menschen helfen, die nicht wissen, an wen sie sich wenden können, weil es in ihrer Umgebung keine Beratungsangebote
gibt oder weil sie sich nicht trauen, eine offizielle Beratungsstelle aufzusuchen? Vielfach machen Beratungsstellen die Erfahrung,
dass Ratsuchende erst dann kommen, wenn "das Kind schon in den Brunnen gefallen ist". Gleichzeitig nehmen soziale Probleme
weiter zu und werden immer vielschichtiger. Hier kann eine Anlaufstelle, die niedrigschwellig erreichbar ist, wichtige Aufgaben
leisten wie Zuhören, Klären und Vermitteln.
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| Sozialsprechstunde in der Gemeinde- eine erste Anlaufstelle für alle Ratsuchenden. |
| Foto: Astrid Heyer |
Im Rahmen des Caritas- Projektes "Miteinander- Füreinander in Schleswig-Holstein" werden Ehrenamtliche von Caritas ein solches
Angebot für hilfesuchende Menschen vor Ort durchführen. In der Sozialsprechstunde bieten die Ehrenamtlichen regelmäßige Sprechzeiten
für Menschen in allen Lebenslagen mit ihren Fragen, Problemen und Nöten an. Hier halten sie erste Orientierung und Hilfestellung
zur Klärung ihres Anliegens. Die Ehrenamtlichen hören zu, geben Antworten, informieren über regionale Hilfsangebote und stellen
Kontakte her. Dies ermöglicht eine intensive und individuelle weiterführende Unterstützung.
Die Sozialsprechstunde ist kein Ersatz für eine professionelle Beratung. Die Tätigkeit der Ehrenamtlichen ersetzt nicht die
Aufgaben von hauptamtlichen Fachberatungsstellen. Vielmehr soll sie den Weg in diese Beratung ebnen, die ratsuchenden Menschen
über bestehende Beratungsmöglichkeiten vor Ort informieren und sie gezielt weitervermitteln.
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Eine hauptamtliche sozialpädagogische Fachkraft des Caritasverbandes für Schleswig-Holstein e.V. übernimmt die Begleitung
der Ehrenamtlichen, stellt deren Qualifizierung sicher und bietet einen regelmäßigen Austausch der Ehrenamtlichen untereinander
an. Weiterhin wird sie Kontakte zu Kooperationspartnern aufbauen und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein.
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Die Ehrenamtlichen, die die Sozialsprechstunden durchführen, sollten Interesse an dieser Aufgabe haben und fähig sein, sich
in andere Menschen hineinzuversetzen. Sie sollten Spaß an Kommunikation und der Begegnung mit anderen Menschen haben, aufgeschlossen
für anderen Kulturen und Lebensweisen und sensibel für soziale Probleme sein. Und sie sollten in der Lage sein, Grenzen zu
setzen. Dazu werden verschiedene Fortbildungen angeboten, die unter anderem folgende Themen beinhalten: Gesprächsführung,
sozialrechtliche Grundlagen, Abgrenzung innerhalb der ehrenamtlichen Tätigkeit, Grundkurs soziale Kompetenz, Informationen
über die sozialen Einrichtungen in ihrer Region und deren Aufgaben, Projektarbeit.
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Bislang sind wir überall dort, wo wir dieses Projekt vorgestellt haben, auf offene Ohren gestoßen. Fünf Gemeinden haben sich
schon bereit erklärt, beim Aufbau von Sozialsprechstunden mitzumachen. In der nächsten Zeit werden weitere Gespräche mit Verantwortlichen
und Ehrenamtlichen vor Ort geführt. Noch vor den Sommerferien beginnen wir mit den Qualifizierungen, so dass etwa im September
dieses Jahres die ersten Sozialsprechstunden ihre Arbeit aufnehmen werden. Weitere interessierte Gemeinden oder CKD- Gruppen
können sich gerne bei uns melden.
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Norbert Schmitz
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Kontakt: Caritasverband für Schleswig-Holstein e.V. Nadine Hartkopf (Projektkoordination)
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Telefon: 0431 5902-34 Email: hartkopf@caritas-sh.de
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