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RAUS AUS DEM ALLTAG
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Seniorenfreizeit der Caritas bietet eine Abwechslung vom Alltag
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Die Görlitzer Caritas bietet eine Freizeit für pflegebedürftige Senioren an, die nicht nur den Senioren, sondern auch den
Angehörigen gut tut.
Vierzehn Senioren sitzen an diesem sonnigen Morgen im Speisesaal des Tagungs- und Erholungsheimes der Herrnhuter Brüdergemeine
und basteln. "Elf von den Teilnehmern sind pflegebedürftig, drei sind Angehörige", sagt Birgit Heidrich. Die 32-Jährige ist
im Normalfall als Sozialarbeiterin in der Sozialstation der Caritas in Görlitz tätig.
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Eine bunte Mischung
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| Nehmen bereits zum zweiten Mal an der Freizeit für Senioren teil: Günter und Resemarie Scholz. |
| Foto: Markus Kremser |
"Das ist eine bunte Mischung", sagt Birgit Heidrich auf die Frage, ob sich das Angebot nur an katholische Senioren richtet.
Evangelische und katholische Christen sind ebenso unter den Teilnehmern wie Menschen ohne Bekenntnis. Das Tischgebet wird
gerne angenommen, Morgen- und Abendandachten gibt es nicht. "Wir hatten ein Paar, die hatten Angst, dass es bei uns furchtbar
fromm zugehe", berichtet Birgit Heidrich von Berührungsängsten mancher Teilnehmer.
300 Euro kostet der Aufenthalt in Herrnhut inklusive Übernachtung mit Vollpension, dem Material für die Kreativ-Angebote und
aller Ausflüge. "Wir suchen uns dafür schöne Ziele aus, die behinderten- und rollstuhlgerecht sind", berichtet Birgit Heidrich.
In der Regel gehe es nachmittags hinaus in ein schönes Café zu Kaffee und Kuchen. Die Organisatoren achten auch darauf, dass
die Strecken nicht zu lang sind, damit auch jeder an den Ausflügen teilnehmen kann.
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Pflege gesichert
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Die Pflege der durchgehend pflegebedürftigen Senioren ist auch während der Tage abseits des Alltags innerhalb der eigenen
vier Wände gesichert. Examinierte Pflegekräfte kümmern sich während der Freizeit um die körperliche Pflege, verabreichen zuckerkranken
Senioren Insulinspritzen, wechseln Verbände oder achten darauf, dass die richtigen Medikamente eingenommen werden.
Das Ehepaar Scholz ist durch ein regionales Anzeigenblatt auf das Angebot der Görlitzer Caritas aufmerksam geworden. Eine
Verbindung zur Caritas haben die Senioren, die im Görlitzer Stadtteil Königshufen leben, nicht. "Mein Mann Günter ist seit
zwei Jahren wegen Durchblutungsbeschwerden behindert", sagt Rosemarie Scholz. Zuhause kann sich Günter Scholz noch mit Gehhilfen
bewegen. Auf der Straße ist er seither auf den Rollstuhl angewiesen. Die Behinderung ist so stark, dass er von der Pflegekasse
in die Pflegestufe zwei eingeordnet wurde.
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Fantastisches Angebot
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Bereits im vergangenen Jahr hatte das Ehepaar das Urlaubsangebot deshalb genutzt. "Das war so fantastisch, was hier angeboten
wird, dass wir uns sofort für nächstes Jahr auf die Warteliste haben setzen lassen", sagt die 71-Jährige Rosemarie Scholz.
Dabei gibt es im eigentlichen Sinn gar keine Warteliste. "An unserer Freizeit wollen jedes Jahr viele Senioren teilnehmen",
berichtet Sozialarbeiterin Birgit Heidrich. Leider sei es so, dass viele doch nicht teilnehmen könnten, weil die Gesundheit
nicht mitspielt und die Teilnahme kurzfristig abgesagt werden muss.
MARKUS KREMSER
Info: Caritas-Sozialstation St. Hedwig
Carolusstraße 212, 02827 Görlitz
Telefon: 03581-471322
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